Gesund und Froh Beratung rund um Baby und Kleinkind
Gesund und FrohBeratung rund um Baby und Kleinkind

Der Herbst ist da! Ideen für Kinder

23. Okt 2018

 

Der Herbst bietet Zahlreiches Material für sinnliche Erfahrungen und kreative Ideen.

Bei einem herbstlichen Spaziergang durch die herrlich bunte Landschaft kann man nun mit den Kleinen auf Entdeckungsreise gehen.

Die allerkleinsten- wie beispielsweise meine 13 Wochen alte Tochter- haben Spaß am bunten Farbenspiel der Bäume und Äste, welche man gut aus der Tragetuchperspektive oder dem Kinderwagen bestaunen kann. Kinder im lauffähigen Alter sind am besten ausgestattet mit Rucksack und Eimer. So kann die Sammelleidenschaft der Kinder ausgelebt werden und es lassen sich viele Fundstücke mit nach Hause nehmen. Eicheln, Kastanien, Bucheckern, Nüsse, Hagebutten, Zapfen und nicht zuletzt bunte Blätter müssen mit! Unterwegs findet sich sicher ein Blätterhaufen in dem man herrlich herum stapfen und springen kann und die großgewachsenen können für die Zwerge eine Blätterdusche regnen lassen.

Was macht man nun mit all dem gesammelten Zeug?

Eine Idee ist, einen Jahreszeitentisch zu installieren. Hier können saisonal alle Sammelobjekte für die Kinder zugänglich ausgestellt werden. Neben der Naturerfahrung und der Möglichkeit seine Sinne durch „begreifen“ der unterschiedlichen Materialbeschaffenheit, bieten die Gegenstände auch Sprachanlässe. Wer keine Ausstellungsfläche zur Verfügung hat, kann beispielweise auch ein Miniterrarium oder ein simples Weck Glas zur Aufbewahrung und Anschauung füllen. Dies ist zugleich eine schöne Dekoration.

Man kann mit den Kindern auch Mandalas legen- sowohl draußen, wie auch drinnen. Auch als Spiellandschaft für Schleichtiere sind diese Materialien geeignet.

Daneben gibt es Zahlreiche Bastelideen, die noch aus der eigenen Kinderzeit bekannt sind.

Ketten und Männchen aus Kastanien und Eicheln- das Lochboren muss von Erwachsenen gemacht werden!

Mit den Blättern lassen sich schöne Bilder kleben. Bastelideen findet man zu Hauf im Netz.

Wer sehr viele Blätter, Kastanien oder Eicheln gesammelt hat, der kann seinem Kleinkind auch ein Bad damit einlassen. Einfach alles in eine kleine Wanne oder Planschbecken füllen und fühlen lassen. Es ist herrlich sich darin zu bewegen!

 

Es bietet sich aber auch eine gefüllte Kiste oder Schüssel an, welche zusätzlich mit Löffeln, Kellen und bechern bestückt wird. Nun kann die Feinmotorik trainiert werden, in dem gelöffelt und geschüttet wird.

Für die Kinder ab etwa 1 Jahr, kann eine Steck-Dose vorbereitet werden. Hierzu nimmt man eine leere Lebensmitteldose mit Plastikdeckel (z.B. Kakao, Kaffee, Chips…). Man schneidet nun den Deckel in der Mitte sternförmig ein. Durch das entstandene Loch, soll nun das Kind die Kastanien stecken. Ein sehr beliebtes Spiel gerade bei den 1-1,5- jährigen. Das Loch sollte jedoch nicht zu groß sein, damit es eine Herausforderung bleibt. Das Kind sollte also schon ein wenig Druck ausüben müssen um die Kastanie in die Dose zu befördern.

 

Für die Zwei- bis Dreijährigen kann man auch gut eine Matheeinheit aus den Naturmaterialien machen. Um Mengen und Volumen zu ermitteln bieten sich verschieden große Gefäße an, in die jeweils Eicheln, Zapfen, Kastanien usw. gefüllt werden können.

Eine weitere Methode um Mengen sichtbar zu machen und Zahlen zu lernen, ist z.B. die den Boden von Eierkartons entsprechend zu schneiden und je mit einer Zahl von 1-10 zu beschriften oder die Zahlen untereinander auf ein Blatt Papier (zur Haltbarkeit gerne ein laminiert zu schreiben und entsprechend viele Felder bzw. Kreise zu malen, in die nun die Kastanien gelegt werden.

Für Babys darf es auch mal ein kleines Ästchen min bunten Blättern oder kleinen Zapfen zum Anschauen und Greifen sein, statt der Rassel. Auch Schüttelflaschen lassen sich sehr einfach aus leeren kleinen PET-Flaschen, gefüllt mit Eckern oder Eicheln herstellen. Auch älteren Kindern kann man Tastsäckchen nähen, gefüllt mit den jeweiligen Naturmaterialien. Sie fühlen und hören sich anders an und sind unterschiedlich schwer.

Während ich so schreibe fällt mir immer noch mehr ein, aber für heute soll es genug sein. Werdet selbst kreativ mit euren Kindern!

 

 

Hier noch ein Lieder Tipp zur Jahreszeit:

https://www.youtube.com/watch?v=9vGqP7_21Tk

 

Fingerspiel

9. Sep 2018

Hier ein schönes Liedchen zum Kuscheln auf dem Wickeltisch:

Kriecht die Schnecke,
kriecht die Schnecke,
Berg hinauf,
Berg hinauf,
Hinten wieder runter,
hinten wieder runter,
Kitzelt dich am Bauch,
kitzelt dich am Bauch.

Melodie von "Bruder Jakob

 

 

 

 

Mein Kind soll in die Krippe - Tipps zur Einrichtungswahl

16. Sep 2018

Bald ist es soweit. Die Elternzeit naht dem Ende und die Entscheidung Krippe als Betreuungsmodell steht fest.

Nach 7 Jahren Krippenarbeit und den Einblick in unterschiedliche Einrichtungen, möchte ich auch auf einige Dinge hinweisen, die einem als Eltern selten genannt werden. Weder in den vielen „Pro-Kita“ Artikeln im Netz, noch von den Kita-Leitungen vor Ort, die ja auch ein Wirtschaftsunternehmen sind.

Was macht eine gute Einrichtung aus und worauf sollte ich bei der Besichtigung achten?

Zunächst zählt auch hier der erste Eindruck, die Chemie zwischen Eltern und Personal und das gute Bauchgefühl.

Geschlossenes oder offenes Konzept?

Wenn ich auch sehr für Partizipation auch bei den Kleinsten bin, stellt meiner Meinung nach ein offenes Konzept bei unter 3-Jährigen eine Überforderung dar. Natürlicherweise sind die Eltern, Geschwister und der erweiterte Familienkreis die Bezugspersonen eines Kleinkindes. Dazu kommt dann ein oder zwei weitere feste Betreuungspersonen. Im offenen Konzept wechseln die Betreuungspersonen planmäßig. Nicht nur die, sondern ebenfalls die Zusammensetzung der Kindergruppe, sowie der Umgebung. Bei einer kleinen- also 1- oder 2- Gruppigen Kita- kann das evtl. für das jeweilige Kind funktionieren. In der Regel sind es aber deutlich größere Gruppen.

Daneben sind Zahlen aufschlussreich.:

Wie viele Kinder sind in einer Gruppe? Wie viele Betreuer zeitgleich in der Gruppe? Wie wird im Krankheitsfall die erkrankte Fachkraft ersetzt? Werden die Kinder aus verschiedenen Gruppen zusammengelegt, wenn ja, wie viele Kinder maximal? Gründe für eine Zusammenlegung können z.B. sein: mangelndes Personal, pädagogisches Angebot, u.ä.

Am harmonischen ist es in einem Raum mit maximal 6 Kindern. Die Regel sind aber 10-12 Kinder. Meiner Erfahrung nach wird es in einer Gruppengröße über 12 Kindern extrem unruhig. Da es immer etwas zum Aufräumen und Organisieren gibt, oder ein Kind gewickelt oder zur Toilette begleitet werden muss, ist die Besetzung durch nur 2 ErzieherInnen ein Minimum, besser sind 3. Mit 3 und mehr Kräften, ist es dann auch möglich individuelle Fördermöglichkeiten zu geben und vor allem so die nötige Aufmerksamkeit. Häufig ist es so, dass nur Temporär die Gruppe mit ausreichend Betreuungskräften besetzt ist, auch schon planmäßig. Zu bedenken ist, dass häufig Personal erkrankt oder Urlaub hat und es dann selten Ersatz gibt für die betroffene Person. Eine personelle Besetzung durch viele Teilzeitkräfte bedeutet ebenso für die Kinder, ein häufiger Wechsel der Bezugspersonen, was nicht wirklich alters gerecht ist, aber Realität.

Gibt es Rückzugsorte für die Kinder im Gruppenraum?

Da jedes Kind den ganzen Tag über vielen Reizen und Impulsen ausgesetzt ist, braucht es auch Rückzugsmöglichkeiten um sich selbstständig Pausen zu verschaffen. Man stelle sich vor, das Pausenlos kleine und große Menschen umherlaufen, reden, lachen, schreien und dann auch noch bewusst zusätzlich Impulse setzen. Das will erst einmal verarbeitet werden.

Gibt es Bewegungsangebote in Form von Bewegungslandschaften im Gruppenraum?

Das Hauptbedürfnis liegt in dieser Altersgruppe in der Bewegungsentwicklung. Hier reicht es nicht einmal am Tag für eine Stunde draußen zu spielen. Die Kinder wollen und sollen vielfältige Bewegungsangebote nutzen. Laufen, Rennen, Krabbeln, Hindernisse bewältigen, Springen, Ziehen, Schieben sind essentiell für die Wahrnehmung und motorische Entwicklung. Dies sollte natürlich in einer sicheren und vorbereiteten Umgebung stattfinden, aber auch die meiste Zeit des Tages frei wählbar sein.

Wie ist die Situation beim Essen? Feste Zeiten, unterschiedliche Sitzgelegenheiten auf die jeweilige Größe anpassbar? Dürfen die Kinder aus dem Essen wählen? Wo kommt das Essen her? Wird altersgerecht gekocht? Wie wird die Beikost umgesetzt?

In der Ernährungserziehung ist Partizipation grundlegend. Die Kinder sollten eine Auswahl gesunder und vielfältiger Lebensmittel erhalten, aus denen das Kind selbstbestimmt die Art und Menge für sich wählt. Zwang ist hier fehl am Platz. Ebenso fördert eine entspannte Atmosphäre eingebettet in Regeln und Rituale das Essverhalten. Häufig ist leider die Sitzhaltung nicht optimal, was neben späteren Haltungsschäden auch während der Mahlzeit Unruhe und Unbehagen zur Folge haben kann. Eine gesunde Sitzhaltung sieht so aus: die Füße am Boden oder einer Fußstütze, Knie und Ellbogen im 90 Grad Winkel. Viele Einrichtungen erhalten ihr Mittagessen durch einen Caterer, dessen Essen selten auf Kleinkinder ausgerichtet ist. Meistens ist die Qualität schlecht, das essen zu stark gewürzt und die Zusammenstellung für die Kinder ungeeignet.

Wie ist die Schlafsituation? Feste Zeiten oder/ auch individuell? Hat jedes Kind eine eigene Schlafmöglichkeit? Wie funktioniert die Schlafwache? Wie wird das Einschlafen begleitet? Wie lange darf/soll geschlafen werden?

In den meisten Kitas gibt es feste Schlafzeiten. Viele gerade jüngere Kinder benötigen aber neben dem Mittagsschlaf auch noch ein früheres Nickerchen. Oft passt der Rhythmus dann nicht mehr zum Gruppenalltag. Aufgrund mangelndem Personals werden dann Kinder wachgehalten oder geweckt.

Wie ist die Wickelsituation? Wird die Intimsphäre des Kindes gewahrt? Hat die Pflegende Person ausreichend Zeit sich dem jeweiligen Kind zuzuwenden oder läuft die Pflege nebenbei?

Die Pflegesituation ist für das Kind die Chance in der Einrichtung einmal ungeteilte Aufmerksamkeit zu erfahren, aber auch die Zeit seinen Körper zu erfahren. Leider ist auch hierfür selten Zeit.

Tipp: Rituale können zum Teil von Zuhause in der Kita übernommen werden.

Rechnen Sie damit, dass sich die Schlafzeiten Zuhause temporär verändern. Das Kind braucht Zeit, sich an den neuen Rhythmus zu gewöhnen.

Welche pädagogischen Angebote gibt es und finden diese ausschließlich in der Großgruppe statt? Gibt es nur Schablonenarbeit oder darf das Kind selbstbestimmt und wertneutral wirken?

Wie ist der Umgang mit Krankheiten bzw. erkrankten Kindern?

Bei Kleinkindern ist das Immunsystem noch nicht ausgereift. Die meisten Kinder haben bis zum Eintritt in die Kita auch noch wenig Kontakt zu Krankheitserregern gehabt. Nun treffen sie auf ein großes Maß an solchen. Hinzu kommt, dass der Ansteckungsweg durch das Einspeicheln der Spielzeuge noch beschleunigt wird. Auch gibt es inzwischen zahlreiche Studien, die belegen, dass das Immunsystem der Krippenkinder durch den Stress den sie erleben, geschwächt ist. Das hat zur Folge, dass die Kinder häufig krank sind (ebenso die Betreuer). Kranke Kinder brauchen viel Aufmerksamkeit, Zuneigung und vor allem Ruhe. Das kann kaum in einer Krippe geleistet werden. Viele Einrichtungen haben Regelungen, nach denen ein Kind mit Fieber oder Durchfall- unabhängig der Diagnose- bis zu 48 Stunden Zuhause bleiben muss.

Tipp: Jedes Elternteil hat je 10 Tage, bei Alleinerziehenden 20 Tage pro Kind die Möglichkeit mit einem ärztlichen Attest, bei einem erkrankten Kind zu Hause zu bleiben. Die Krankenkasse zahlt für diese Tage ein Krankengeld für den Verdienstausfall.

Diese Tage können aber vor allem im ersten Krippenjahr nicht ausreichen. Sorgen Sie daher gleich zu Beginn für Alternativen!

Gehen die Kinder nach draußen (Außengelände oder Ausflüge)? Wenn ja, wird es bei den unter 1 ½- Jährigen umgesetzt?

Einige Krippen haben kein eigenes Außengelände. Naturerfahrungen sind aber ein wichtiges Feld. Ausflüge stellen daher eine schöne Alternative oder Bereicherung dar. Allerdings bedeutet das An- und Ausziehen von so vielen Kindern auch Stress. Die Kinder müssen häufig lange warten bis alle angezogen sind. Gerade im Winter kann die in dicken Schneeanzügen unangenehm werden. Für die ganz Kleinen, vor allem während und kurz nach der Eingewöhnung ist das Außengelände oft schlicht Überforderung. Gerade wenn es draußen kalt ist und die Kinder noch nicht laufen können. Der Umgebungswechsel verunsichert, unpraktische dicke Winterkleidung schränkt die Bewegung ein und die ErzieherInnen sind selten bereit die Kinder auf dem Arm zu halten, was diese aber zur Sicherheit oft bräuchten. Es gibt Einrichtungen, die hier Flexibel reagieren und mit den Kindern die draußen überfordert wären oder schlicht lieber drinnen spielen möchten, dann auch die betreffenden Kinder im Gruppenraum betreuen.

Tipp: Wählen Sie alltagstaugliche Kleidung! Ein dicker Overall nutzt wenig, wenn sich das Kind darin nicht bewegen kann. Textilien aus Wolle sind gerade bei den kleineren Kindern oft die bessere Wahl. Darüber kann man dann auch noch eine Nässeschützende Hose/ Jacke ziehen, bei Bedarf. Zwiebel-Look bewährt sich auch bei den Kleinen. Gummistiefel sind grundsätzlich bei Laufanfängern keine gute Wahl, besser ein zweites paar Laufschuhe mit Tex Membran.

 

 

Wie wird die Elternarbeit umgesetzt? Gibt es Elternabende, Einzel- und oder Entwicklungsgespräche, Elternbriefe, Feste, Elterncafe und wie oft? Kann ich meine Anliegen loswerden? Was wird von mir erwartet?

Das Verhältnis zwischen Fachkräften und Eltern sollte partnerschaftlich und auf Augenhöhe sein. Sie als Eltern sind die Experten für Ihr Kind, die ErzieherInnen sind Experten für pädagogische Fragen, Entwicklungspsychologie und das Leben in der Einrichtung. Ein gutes Zusammenspiel ist die Grundvoraussetzung dafür, dass das Kind sich gut entwickeln kann. Leider gibt es immer wieder Kollegen, die Eltern in der Einrichtung eher als geduldetes Übel ansehen, statt sie willkommen zu heißen. So genannte Entwicklungsgespräche geben Aufschluss darüber, wo das Kind eventuell Unterstützung braucht und welche Fortschritte es macht. Eltern erfahren hierbei viel über den Alltag des Kindes und können Ihre Fragen und Kritik anbringen. Wünschenswert sind 2 Termine pro Jahr. Zusätzlich sollte es bei Bedarf die Möglichkeit für terminierte Gespräche geben und natürlich ein Ansprechpartner für kurze Belange da sein. Elternabende bieten ebenso die Möglichkeit sich über interne Gegebenheiten und spezifische Themenfelder zu informieren. Zum Austausch der Eltern untereinander und als Begegnungsort bieten manche Kitas eine Örtlichkeit in der Kita an, die entweder zu festen Zeiten oder während der gesamten Öffnungszeit zur Verfügung steht. Fragen Sie also nach, welche Medien zum Austausch zur Verfügung stehen.

Wie wird Eingewöhnt? Wie lange dauert die Eingewöhnung? Wer gewöhnt ein? Findet die Eingewöhnung zu Beginn in einer 1:1 Situation statt?

Die meisten Einrichtungen gewöhnen nach dem „Berliner Eingewöhnungsmodell“ ein, oder orientieren sich zumindest daran. Dies sieht z.B. vor, dass die Eingewöhnung in der Regel mindestens vier Wochen, ggfs. Auch länger dauert. Außerdem gibt es im Idealfall eine Bezugsbetreuerin, die die Eingewöhnung übernimmt und auch danach die Hauptbezugsperson bleibt. In den ersten Tagen geht es darum, dass das Kind eine Beziehung zu eben dieser Bezugsperson aufbaut. Idealerweise findet das erste Annähern getrennt von der Gruppe statt. Erst nach einigen Tagen, steht dann auch die Gewöhnung an die Räumlichkeiten, die anderen Kinder und Betreuer und Gegebenheiten an. Frühestens am 4. Tag steht die erste Trennung von den Eltern auf dem Plan, die zunächst einige Minuten lang dauert und deren Dauer, nach guter Bewältigung durch das Kind, von Tag zu Tag ausgeweitet wird. Ca. 6-8 Wochen nach Abschluss der Eingewöhnungsphase sollte ein Reflexionsgespräch stehen, in dem sich alle Beteiligten über den Verlauf und Befindlichkeiten, die Eingewöhnung betreffend, ausgetauscht werden kann.

Tipp: Planen Sie ausreichend Zeit für die Eingewöhnung ein oder überlassen Sie die Eingewöhnung komplett einer anderen Bezugsperson z.B. Oma, Opa, Freundin…

Halten Sie einen „Plan B“ bereit! Was passiert, wenn die Eingewöhnung deutlich länger als 4 Wochen dauert? Absprache mit Arbeitgeber möglich? Wer kann das Kind betreuen und ggfs. Eingewöhnung übernehmen?

Gehen Sie so entspannt wie möglich mit der neuen Situation um! Ihre Ängste oder Stress übertragen sich auf das Kind und die Eingewöhnung dauert länger!

 

Achtung: Ihr Kind wird sich möglicherweise verändern und neue, bisher unbekannte Bedürfnisse zeigen. Viele Kinder sind nach Eintritt in die Kita anhänglicher. Sie möchten häufiger auf den Arm, weinen bei Trennungssituationen, brauchen öfter einen Schnuller oder schlafen häufiger im Elternbett. Gewähren Sie Ihrem Kind ruhig etwas mehr Aufmerksamkeit, schließlich es eine Höchstleistung die Ihr Kind tagtäglich vollbringt!

 

 

Bald ist es soweit. Die Elternzeit naht dem Ende und die Entscheidung Krippe als Betreuungsmodell steht fest.

Nach 7 Jahren Krippenarbeit und den Einblick in unterschiedliche Einrichtungen, möchte ich auch auf einige Dinge hinweisen, die einem als Eltern selten genannt werden. Weder in den vielen „Pro-Kita“ Artikeln im Netz, noch von den Kita-Leitungen vor Ort, die ja auch ein Wirtschaftsunternehmen sind.

Was macht eine gute Einrichtung aus und worauf sollte ich bei der Besichtigung achten?

Zunächst zählt auch hier der erste Eindruck, die Chemie zwischen Eltern und Personal und das gute Bauchgefühl.

Geschlossenes oder offenes Konzept?

Wenn ich auch sehr für Partizipation auch bei den Kleinsten bin, stellt meiner Meinung nach ein offenes Konzept bei unter 3-Jährigen eine Überforderung dar. Natürlicherweise sind die Eltern, Geschwister und der erweiterte Familienkreis die Bezugspersonen eines Kleinkindes. Dazu kommt dann ein oder zwei weitere feste Betreuungspersonen. Im offenen Konzept wechseln die Betreuungspersonen planmäßig. Nicht nur die, sondern ebenfalls die Zusammensetzung der Kindergruppe, sowie der Umgebung. Bei einer kleinen- also 1- oder 2- Gruppigen Kita- kann das evtl. für das jeweilige Kind funktionieren. In der Regel sind es aber deutlich größere Gruppen.

Daneben sind Zahlen aufschlussreich.:

Wie viele Kinder sind in einer Gruppe? Wie viele Betreuer zeitgleich in der Gruppe? Wie wird im Krankheitsfall die erkrankte Fachkraft ersetzt? Werden die Kinder aus verschiedenen Gruppen zusammengelegt, wenn ja, wie viele Kinder maximal? Gründe für eine Zusammenlegung können z.B. sein: mangelndes Personal, pädagogisches Angebot, u.ä.

Am harmonischen ist es in einem Raum mit maximal 6 Kindern. Die Regel sind aber 10-12 Kinder. Meiner Erfahrung nach wird es in einer Gruppengröße über 12 Kindern extrem unruhig. Da es immer etwas zum Aufräumen und Organisieren gibt, oder ein Kind gewickelt oder zur Toilette begleitet werden muss, ist die Besetzung durch nur 2 ErzieherInnen ein Minimum, besser sind 3. Mit 3 und mehr Kräften, ist es dann auch möglich individuelle Fördermöglichkeiten zu geben und vor allem so die nötige Aufmerksamkeit. Häufig ist es so, dass nur Temporär die Gruppe mit ausreichend Betreuungskräften besetzt ist, auch schon planmäßig. Zu bedenken ist, dass häufig Personal erkrankt oder Urlaub hat und es dann selten Ersatz gibt für die betroffene Person. Eine personelle Besetzung durch viele Teilzeitkräfte bedeutet ebenso für die Kinder, ein häufiger Wechsel der Bezugspersonen, was nicht wirklich alters gerecht ist, aber Realität.

Gibt es Rückzugsorte für die Kinder im Gruppenraum?

Da jedes Kind den ganzen Tag über vielen Reizen und Impulsen ausgesetzt ist, braucht es auch Rückzugsmöglichkeiten um sich selbstständig Pausen zu verschaffen. Man stelle sich vor, das Pausenlos kleine und große Menschen umherlaufen, reden, lachen, schreien und dann auch noch bewusst zusätzlich Impulse setzen. Das will erst einmal verarbeitet werden.

Gibt es Bewegungsangebote in Form von Bewegungslandschaften im Gruppenraum?

Das Hauptbedürfnis liegt in dieser Altersgruppe in der Bewegungsentwicklung. Hier reicht es nicht einmal am Tag für eine Stunde draußen zu spielen. Die Kinder wollen und sollen vielfältige Bewegungsangebote nutzen. Laufen, Rennen, Krabbeln, Hindernisse bewältigen, Springen, Ziehen, Schieben sind essentiell für die Wahrnehmung und motorische Entwicklung. Dies sollte natürlich in einer sicheren und vorbereiteten Umgebung stattfinden, aber auch die meiste Zeit des Tages frei wählbar sein.

Wie ist die Situation beim Essen? Feste Zeiten, unterschiedliche Sitzgelegenheiten auf die jeweilige Größe anpassbar? Dürfen die Kinder aus dem Essen wählen? Wo kommt das Essen her? Wird altersgerecht gekocht? Wie wird die Beikost umgesetzt?

In der Ernährungserziehung ist Partizipation grundlegend. Die Kinder sollten eine Auswahl gesunder und vielfältiger Lebensmittel erhalten, aus denen das Kind selbstbestimmt die Art und Menge für sich wählt. Zwang ist hier fehl am Platz. Ebenso fördert eine entspannte Atmosphäre eingebettet in Regeln und Rituale das Essverhalten. Häufig ist leider die Sitzhaltung nicht optimal, was neben späteren Haltungsschäden auch während der Mahlzeit Unruhe und Unbehagen zur Folge haben kann. Eine gesunde Sitzhaltung sieht so aus: die Füße am Boden oder einer Fußstütze, Knie und Ellbogen im 90 Grad Winkel. Viele Einrichtungen erhalten ihr Mittagessen durch einen Caterer, dessen Essen selten auf Kleinkinder ausgerichtet ist. Meistens ist die Qualität schlecht, das essen zu stark gewürzt und die Zusammenstellung für die Kinder ungeeignet.

Wie ist die Schlafsituation? Feste Zeiten oder/ auch individuell? Hat jedes Kind eine eigene Schlafmöglichkeit? Wie funktioniert die Schlafwache? Wie wird das Einschlafen begleitet? Wie lange darf/soll geschlafen werden?

In den meisten Kitas gibt es feste Schlafzeiten. Viele gerade jüngere Kinder benötigen aber neben dem Mittagsschlaf auch noch ein früheres Nickerchen. Oft passt der Rhythmus dann nicht mehr zum Gruppenalltag. Aufgrund mangelndem Personals werden dann Kinder wachgehalten oder geweckt.

Wie ist die Wickelsituation? Wird die Intimsphäre des Kindes gewahrt? Hat die Pflegende Person ausreichend Zeit sich dem jeweiligen Kind zuzuwenden oder läuft die Pflege nebenbei?

Die Pflegesituation ist für das Kind die Chance in der Einrichtung einmal ungeteilte Aufmerksamkeit zu erfahren, aber auch die Zeit seinen Körper zu erfahren. Leider ist auch hierfür selten Zeit.

Tipp: Rituale können zum Teil von Zuhause in der Kita übernommen werden.

Rechnen Sie damit, dass sich die Schlafzeiten Zuhause temporär verändern. Das Kind braucht Zeit, sich an den neuen Rhythmus zu gewöhnen.

Welche pädagogischen Angebote gibt es und finden diese ausschließlich in der Großgruppe statt? Gibt es nur Schablonenarbeit oder darf das Kind selbstbestimmt und wertneutral wirken?

Wie ist der Umgang mit Krankheiten bzw. erkrankten Kindern?

Bei Kleinkindern ist das Immunsystem noch nicht ausgereift. Die meisten Kinder haben bis zum Eintritt in die Kita auch noch wenig Kontakt zu Krankheitserregern gehabt. Nun treffen sie auf ein großes Maß an solchen. Hinzu kommt, dass der Ansteckungsweg durch das Einspeicheln der Spielzeuge noch beschleunigt wird. Auch gibt es inzwischen zahlreiche Studien, die belegen, dass das Immunsystem der Krippenkinder durch den Stress den sie erleben, geschwächt ist. Das hat zur Folge, dass die Kinder häufig krank sind (ebenso die Betreuer). Kranke Kinder brauchen viel Aufmerksamkeit, Zuneigung und vor allem Ruhe. Das kann kaum in einer Krippe geleistet werden. Viele Einrichtungen haben Regelungen, nach denen ein Kind mit Fieber oder Durchfall- unabhängig der Diagnose- bis zu 48 Stunden Zuhause bleiben muss.

Tipp: Jedes Elternteil hat je 10 Tage, bei Alleinerziehenden 20 Tage pro Kind die Möglichkeit mit einem ärztlichen Attest, bei einem erkrankten Kind zu Hause zu bleiben. Die Krankenkasse zahlt für diese Tage ein Krankengeld für den Verdienstausfall.

Diese Tage können aber vor allem im ersten Krippenjahr nicht ausreichen. Sorgen Sie daher gleich zu Beginn für Alternativen!

Gehen die Kinder nach draußen (Außengelände oder Ausflüge)? Wenn ja, wird es bei den unter 1 ½- Jährigen umgesetzt?

Einige Krippen haben kein eigenes Außengelände. Naturerfahrungen sind aber ein wichtiges Feld. Ausflüge stellen daher eine schöne Alternative oder Bereicherung dar. Allerdings bedeutet das An- und Ausziehen von so vielen Kindern auch Stress. Die Kinder müssen häufig lange warten bis alle angezogen sind. Gerade im Winter kann die in dicken Schneeanzügen unangenehm werden. Für die ganz Kleinen, vor allem während und kurz nach der Eingewöhnung ist das Außengelände oft schlicht Überforderung. Gerade wenn es draußen kalt ist und die Kinder noch nicht laufen können. Der Umgebungswechsel verunsichert, unpraktische dicke Winterkleidung schränkt die Bewegung ein und die ErzieherInnen sind selten bereit die Kinder auf dem Arm zu halten, was diese aber zur Sicherheit oft bräuchten. Es gibt Einrichtungen, die hier Flexibel reagieren und mit den Kindern die draußen überfordert wären oder schlicht lieber drinnen spielen möchten, dann auch die betreffenden Kinder im Gruppenraum betreuen.

Tipp: Wählen Sie alltagstaugliche Kleidung! Ein dicker Overall nutzt wenig, wenn sich das Kind darin nicht bewegen kann. Textilien aus Wolle sind gerade bei den kleineren Kindern oft die bessere Wahl. Darüber kann man dann auch noch eine Nässeschützende Hose/ Jacke ziehen, bei Bedarf. Zwiebel-Look bewährt sich auch bei den Kleinen. Gummistiefel sind grundsätzlich bei Laufanfängern keine gute Wahl, besser ein zweites paar Laufschuhe mit Tex Membran.

 

 

Wie wird die Elternarbeit umgesetzt? Gibt es Elternabende, Einzel- und oder Entwicklungsgespräche, Elternbriefe, Feste, Elterncafe und wie oft? Kann ich meine Anliegen loswerden? Was wird von mir erwartet?

Das Verhältnis zwischen Fachkräften und Eltern sollte partnerschaftlich und auf Augenhöhe sein. Sie als Eltern sind die Experten für Ihr Kind, die ErzieherInnen sind Experten für pädagogische Fragen, Entwicklungspsychologie und das Leben in der Einrichtung. Ein gutes Zusammenspiel ist die Grundvoraussetzung dafür, dass das Kind sich gut entwickeln kann. Leider gibt es immer wieder Kollegen, die Eltern in der Einrichtung eher als geduldetes Übel ansehen, statt sie willkommen zu heißen. So genannte Entwicklungsgespräche geben Aufschluss darüber, wo das Kind eventuell Unterstützung braucht und welche Fortschritte es macht. Eltern erfahren hierbei viel über den Alltag des Kindes und können Ihre Fragen und Kritik anbringen. Wünschenswert sind 2 Termine pro Jahr. Zusätzlich sollte es bei Bedarf die Möglichkeit für terminierte Gespräche geben und natürlich ein Ansprechpartner für kurze Belange da sein. Elternabende bieten ebenso die Möglichkeit sich über interne Gegebenheiten und spezifische Themenfelder zu informieren. Zum Austausch der Eltern untereinander und als Begegnungsort bieten manche Kitas eine Örtlichkeit in der Kita an, die entweder zu festen Zeiten oder während der gesamten Öffnungszeit zur Verfügung steht. Fragen Sie also nach, welche Medien zum Austausch zur Verfügung stehen.

Wie wird Eingewöhnt? Wie lange dauert die Eingewöhnung? Wer gewöhnt ein? Findet die Eingewöhnung zu Beginn in einer 1:1 Situation statt?

Die meisten Einrichtungen gewöhnen nach dem „Berliner Eingewöhnungsmodell“ ein, oder orientieren sich zumindest daran. Dies sieht z.B. vor, dass die Eingewöhnung in der Regel mindestens vier Wochen, ggfs. Auch länger dauert. Außerdem gibt es im Idealfall eine Bezugsbetreuerin, die die Eingewöhnung übernimmt und auch danach die Hauptbezugsperson bleibt. In den ersten Tagen geht es darum, dass das Kind eine Beziehung zu eben dieser Bezugsperson aufbaut. Idealerweise findet das erste Annähern getrennt von der Gruppe statt. Erst nach einigen Tagen, steht dann auch die Gewöhnung an die Räumlichkeiten, die anderen Kinder und Betreuer und Gegebenheiten an. Frühestens am 4. Tag steht die erste Trennung von den Eltern auf dem Plan, die zunächst einige Minuten lang dauert und deren Dauer, nach guter Bewältigung durch das Kind, von Tag zu Tag ausgeweitet wird. Ca. 6-8 Wochen nach Abschluss der Eingewöhnungsphase sollte ein Reflexionsgespräch stehen, in dem sich alle Beteiligten über den Verlauf und Befindlichkeiten, die Eingewöhnung betreffend, ausgetauscht werden kann.

Tipp: Planen Sie ausreichend Zeit für die Eingewöhnung ein oder überlassen Sie die Eingewöhnung komplett einer anderen Bezugsperson z.B. Oma, Opa, Freundin…

Halten Sie einen „Plan B“ bereit! Was passiert, wenn die Eingewöhnung deutlich länger als 4 Wochen dauert? Absprache mit Arbeitgeber möglich? Wer kann das Kind betreuen und ggfs. Eingewöhnung übernehmen?

Gehen Sie so entspannt wie möglich mit der neuen Situation um! Ihre Ängste oder Stress übertragen sich auf das Kind und die Eingewöhnung dauert länger!

 

Achtung: Ihr Kind wird sich möglicherweise verändern und neue, bisher unbekannte Bedürfnisse zeigen. Viele Kinder sind nach Eintritt in die Kita anhänglicher. Sie möchten häufiger auf den Arm, weinen bei Trennungssituationen, brauchen öfter einen Schnuller oder schlafen häufiger im Elternbett. Gewähren Sie Ihrem Kind ruhig etwas mehr Aufmerksamkeit, schließlich es eine Höchstleistung die Ihr Kind tagtäglich vollbringt!

Alle Jahre wieder- Adventszeit mit Kleinkindern begehen

13. Nov 2017

Am 3. Dezember ist es soweit, dann ist der 1. Advent. Für viele Kinder ist es das erste Weihnachtsfest, das sie bewusst erleben. Dieses Erleben können Sie bereits mit den Kleinsten fördern, indem Sie stimmungsvolle Rituale zelebrieren.

Adventskranz, Adventskalender, Plätzchen backen, Bastelwerke, Lieder singen und Geschichten erzählen gehören zur Vorweihnachtszeit dazu.

 

Im Folgenden führe ich einige Beispiele auf:

 

Das Lied „Dicke rote Kerzen“, von Detlef Jöcker ist recht einfach zu singen. Es schafft eine wunderbare Verbindung zum Adventskranz. Man könnte es singen, während man die entsprechenden Kerzen anzünden. Wir haben dieses Ritual täglich vor dem Abendessen durchgeführt.

 

Dicke rote Kerzen, Tannenzweigenduft
und ein Hauch von Heimlichkeiten, liegt jetzt in der Luft.
Und das Herz wird weit, macht euch bereit,
bis Weihnachten, bis Weihnachten
Ist's nicht mehr weit.

Schneiden, hämmern, basteln, überall im Haus.
Man begegnet hin und wieder schon dem Nikolaus.
Ja ihr wisst Bescheid, macht euch jetzt bereit,
bis Weihnachten, bis Weihnachten, 
Ist's nicht mehr weit.

Lieb verpackte Päckchen, überall versteckt
und die frischgeback'nen Plätzchen wurden schon entdeckt.
Heute hat's geschneit, macht euch jetzt bereit,
bis Weihnachten, bis Weihnachten
ist's nicht mehr weit.

 

ttps://www.youtube.com/watch?v=ABh61qI9c80

 

Adventskalender selber bestücken ist eine gute Variante. Nicht nur kleine Leckereien, sondern auch Geschichten, Krippenfiguren oder eine Aktivität (Heute backen wir gemeinsam Plätzchen!) finden hier Platz. Super geeignet sind z.B. Klorollen

 

 

 

 

Ein weiteres bekanntes Lied, passend zum Backen ist von Rolf Zuckowski „In der Weihnachtsbäckerei“

 

Refrain:

In der Weihnachtsbäckerei
gibt es manche Leckerei
Zwischen Mehl und Milch
macht so mancher Knilch
eine riesengroße Kleckerei.
In der Weihnachtsbäckerei
In der Weihnachtsbäckerei


Wo ist das Rezept geblieben
von den Plätzchen, die wir lieben?
wer hat das Rezept
verschleppt

Na, dann müssen wir es packen
einfach frei nach Schnauze backen
Schmeißt den Ofen an
ran!

 

Brauchen wir nicht Schokolade,
Zucker, Honig und Succade
und ein bischen Zimt?
das stimmt.

Butter, Mehl und Milch verrühren
zwischendurch einmal probieren
und dann kommt das Ei
vorbei.

Bitte mal zur Seite treten,
denn wir brauchen Platz zum Kneten
Sind die Finger rein?
du Schwein!

Sind die Plätzchen, die wir stechen,
erstmal auf den Ofenblechen,
warten wir gespannt
verbrannt.

 

https://www.youtube.com/results?search_query=in+der+weihnachtsb%C3%A4ckerei+rolf+zuckowski+original

 

 

Mit den lieben Kleinen können Sie bereits einfache Ausstechplätzchen machen. Auch wenn das Gebäck nicht „Perfekt“ aussieht, so fördern sie die haptische Wahrnehmung, sowie die Feinmotorik ihres Kindes.

Tipp! Backen Sie vegane Plätzchen oder solche ohne Ei, dann kann Ihr Kind auch getrost mal vom Teig naschen. Statt Zucker können Sie auch Xylit (Xucker oder Birkengold) verwenden. Dann sind die Plätzchen weniger Zahnfeindlich.

 

Besonders Naturmaterialien eignen sich für die weihnachtliche Deko. Sie können während den Spaziergängen mit Ihrem Kind Tannenzweige, Moos, Eicheln, Zapfen usw. sammeln.

Daraus können Sie schöne Dekorationen aber auch jahreszeitliche Spielflächen gestalten.

 

Naturmaterialien haben für Kinder einen hohen Aufforderungscharakter. Sie bieten Kindern vielfältige kreative Möglichkeiten und gleichzeitig sinnliche Erfahrungen. Natürliche Farben und Formen aber auch Gerüche und Unterschiedliche Oberflächenbeschaffenheit regen die sinnliche Wahrnehmung an. Gleichzeitig erlebt das Kind beim Sammeln die jahreszeitliche Veränderung der Natur.

 

„Klingeling!: Mein erstes Weihnachtsbuch“ von Brigitte Pokornik (Autor),‎ Marina Rachner (Illustrator)

Dieses kleine Buch aus dicken Pappseiten kann ist bei den 1-3 Jährigen ein absoluter Hit. Es thematisiert neben der Weihnachtszeit auch Silvester unf´d den 6.Januar. Dabei kommt es Pro Seite mit zwei Zeilen Text aber aussagekräftigen Bildern aus.

"Ein kleines Stück vom Glück- Eine Weihnachtsgeschichte" von Robert Barry. Dieses Buch begeistert kleine und große Kinder.

Altbewährte Reime und Liedchen machen auch heute noch Spaß und fördern unter anderem die Sprachentwicklung.

Buchempfehlungen für Geschwisterkinder in der Schwangerschaft

16. Sep 2018

Heute möchte ich zwei Bücher zur Aufklärung oder Schwangerschaftsbegleitung für Kinder empfehlen:

 

„Fisch und Schokolade“

 

Sachgeschichte für Kinder ab sechs Jahren.

 

Das siebenjähriges Mädchen Lea bekommt ein Geschwisterchen. Während das Baby der alleinerziehenden Nachbarin im Krankenhaus zur Welt kommt, plant Leas Familie eine Hausgeburt. Begleitet wird die Familie durch die Hebamme Paula. Und da ist auch noch Leas Freundin mit der sich Lea über die Ereignisse und den ersten Schwarm austauscht.

Schöne und sachliche Illustrationen untermalen die kindgerechten Texte über Sexualität, Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett.
Das Buch ist besonders zur Vorbereitung älterer Geschwister auf Schwangerschaft und Geburt geeignet, aber auch als Lektüre zur Aufklärung.

 

Ich finde es sehr witzig geschrieben und meiner 9-Jährigen Tochter und mir hat es gut gefallen. Es eignet sich besonders als unterstützendes Medium bei geplanten Hausgeburten.

 

ISBN 9783877771105

18.00 €

 

 

„Peter, Ida und Minimum“

 

Ein Klassiker für Kinder ab dem Kindergartenalter

 

Sachbuch in Comicform

 

In dem Buch geht es um die Familie Lindström, die ein Baby bekommt. Die Eltern nehmen die erneute Schwangerschaft zum Anlass ihre beiden Kinder aufzuklären.

 

Das Buch ist mit lustigen Bildern bestückt und in Kindgerechter Sprache wird sich dem Thema gewidmet. Der Part Geburt und Wochenbett ist allerdings sehr Krankenhaus lastig und spiegelt eben die Wochenbettstationen der 80iger Jahre wieder.

 

ISBN 978-3-473-35567-9

9,95

Beschreibungen der Veranstaltungen:

Beikost:

Es handelt sich um den Übergang von flüssiger Milchnahrung  zur festen Nahrung am Familientisch.

Jeder Teilnehmer erhält ein Skript mit Zusammenfassungen der wichtigsten Informationen sowie Rezepten.

Die Dauer des Vortrages beträgt 1,5 Stunden.

 

Ich gehe auf Punkte ein wie:

  • Woran erkenne ich den richtigen Zeitpunkt um mit der Beikost zu beginnen?
  • Wie sieht die richtige  Zusammensetzung der Nahrung für das Baby aus?
  • Gläschenkost oder selbst kochen?
  • Baby led Weaning oder klassische Breikost?
  • Aspekte der Allergieprävention
  • Vegan/ Vegetarische Kinderernährung
  • Praktische Umsetzung

 

Gesunde Ernährung für Kleinkinder:

Die Ernährungsweise bereits im 1. Lebensjahr ist essentiell für die spätere Gesundheit und Entwicklung des Kindes. Eltern sind häufig verunsichert, welche Ernährung nun die richtige ist. Es gibt zum Einen eine breite Palette der Nahrungsmittelindustrie an Ernährungsprodukten für Säuglinge und zum Anderen viele Halbwahrheiten die über Mundpropaganda weitergegeben werden. Ich biete Ihnen Unterstützung und  zuverlässige Antworten auf Ihre Fragen.

  • Wie sieht eine ausgewogene Ernährung aus?
  • Wie groß sollten die Portionen sein
  • Goldene Regeln der Ernährungserziehung
  • Kauen lernen
  • Lebensmittel Zusatzstoffe 
  • Praktische Umsetzung

Jeder Teilnehmer erhält ein Skript mit den wichtigsten Inhalten und Rezepten.

Die Dauer beträgt ca. 1,5 Stunden.

Stoffwindeln:

Ich zeige die Vor- und Nachteile von den verschiedenen Windelsystemen auch im Vergleich zu Wegwerfwindeln auf, in Hinblick auf Umwelt und der Hautgesundheit. Ich bringe einen Koffer voller Modelle zum Anfassen mit!

Der Workshop dauert 2,5 -3 Stunden und findet ggfs. an zwei Tagen statt. Im 1. Teil wird es um Vor und Nachteile von Stoffwindeln und um die Ökobilanz gehen. Grob werden die unterschiedlichen Systeme vorgestellt. Im 2. Teil stelle ich konkret Vor- und Nachteile der Systeme heraus, erkläre die Wirsamkeit der unterschiedlichen Materialien und des Zubehörs und zeige Falttechniken und gebe ggfs. Tipps zur Pflege der Windeln.

Jeder Teilnehmer erhält ein Skript mit einer Zusammenfassung der Informationen!

 

Schlafbegleitung für Babys und Kleinkinder:

 

 "Schläft Dein Kind schon durch?"

Diese Frage bekommen Eltern häufig gestellt und geraten damit schnell unter Druck.

Doch was ist eigentlich durchschlafen und was braucht mein Baby um gut in den Schlaf zu finden?

Wie erkenne ich die Signale meines Babys?

Darf mein Baby in meinem Bett schlafen und verwöhne ich es wenn es nur auf meinem Arm einschläft?

Diese und anderen Fragen stellen wir uns in diesem Workshop. Er richtet sich vor allem an werdende Eltern und Eltern junger Babys, aber auch für Eltern älterer Kinder unter 3 Jahren.

Dauer 1 Stunde

 

Herausfordernde Spiele aus Alltagsmaterialien selbst herstellen:

Vorgefertigtes Spielzeug für Babys und Kleinkinder hat meistens nach kurzer Zeit ausgedient und wird langweilig. Ich zeige Ihnen Beispiele wie man aus günstigen Alltags- und Recycling- Materialien herausfordernde Spiele für 1-3 Jährige herstellen kann und welche Entwicklungsbereiche damit gefördert werden. Einiges können wir vor Ort gemeinsam basteln.

Die Dauer des Workshops beträgt 2 Stunden.

 

"Einstimmung auf dein Baby"

Ein Angebot für Schwangere

Die Ankunft eines Babys erweckt sowohl Freude als auch Unsicherheit. Dieser Kurs gibt dir fachlichen Input, damit zur Freude auch eine wachsende Sicherheit kommt. Themen können Babys Signale, beziehungsvolle Pflege, gesunder Babyschlaf usw. sein. Um eine gute Bindung und die eigene Intuition zu fördern, leite ich Entspannungsübungen und Phantasiereisen zu deinem Baby an. Es wird außerdem ausreichend Raum für Austausch und Fragen rund um Schwangerschaft, Geburt und die erste Zeit mit dem Baby geben.

Einricher Waldspielgruppe

 

Dieses Angebot richtet sich an alle, die gerne mit ihren 18-36 Monate alten Kindern oder Enkelkindern Erfahrungen in der Natur machen wollen. Gemeinsam spazieren wir im Tempo der Kinder durch den Katzenelnbogener und Klingelbacher Wald, beobachten und entdecken dabei Tiere und Pflanzen. Für die Kinder ist die Natur eine vielfältige Herausforderung die sinnlich erfahren werden will. Wir singen, spielen und gestalten mit Naturmaterialien und die Kinder können ihrem natürlichen Bewegungsbedürfnis nachkommen. Im Vordergrund steht das freie Spiel der Kinder, aber auch natur-bezogene Aktivitäten und kleine Rituale.

Spiel- und Sing- Kreis für Kinder von 12- 24 Monaten

Die Kurstreffen starten jeweils mit einem kurzen Singkreis und enden auch damit. Jedes Treffen steht unter einem bestimmten Thema (Trotz/ Autonomiephase, Ernährung, Abschied von der Windel, Übergang in die Kita, u-ä.) Hier lernen Sie und Ihre Kinder verschiedene Lieder und Fingerspiele, wodurch die Sprachentwicklung gefördert wird. Außerdem bringe ich entwicklungsfördernde Spielideen aus Alltagsmaterialien mit, die ich den Kindern zum ausgiebigen Spielen und Experimentieren zur Verfügung stelle und die leicht im Alltag zu Hause umgesetzt werden können. Sie als Eltern begleiten Ihr Kind gezielt bei seinen Lernerfolgen und haben die Möglichkeit sich mit anderen Eltern auszutauschen und erzieherische Tipps durch mich als erfahrene Pädagogin zu erhalten.