Gesund und Froh Beratung rund um Baby und Kleinkind
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Urlaub mit Baby im Wohnmobil

26. Sep 2018

Ihr habt euch sicher schon gefragt, weshalb nur noch Testberichte für Stoffwindeln im Blog erscheinen.

Am Sonntag soll es mit dem Wohnmobil zur Nordsee losgehen. Mitfahren werden 2 Erwachsene, 1 großes Kind (9), 1 Baby und 1 Hund. Planmäßig wollen wir 1 Woche vereisen. Wir haben nicht vor einen Campingplatz anzusteuern, was bedeutet: wir haben keine Waschmaschine um unsere Stoffwindeln darin zu waschen. Wir haben vor, zahlreiche Stunden am Strand zu verbringen, an einer Wattwanderung für Kinder teilzunehmen, eine Überfahrt auf eine Insel zu unternehmen und ansonsten spontan und nach Wetterlage zu entscheiden, was wir tun.

Was das Reisen mit Wohnmobil und Kind angeht sind wir alte Hasen. Allerdings waren unsere Kinder 14 und 1 als wir damit starteten und unser altes Wohnmobil deutlich geräumiger als das Jetzige.

Ein 2 ½ jähriges Baby an Bord, welches zu dem mit Stoff gewickelt wird ist nun eine neue Herausforderung. Da wir eben nix gebucht haben, sind wir auch so frei, jederzeit die Heimreise anzutreten, um uns allen möglichen unnötigen Stress zu ersparen.

Ich überlege nun schon seit Tagen, was ich packe, wie ich alles praktisch verstaue und ob wir überhaupt bis zur See kommen… Gerne werde ich euch von unserem Wohnmobil Urlaub berichten und am Ende hoffentlich einige Tipps parat haben.

Nun teste ich reisetaugliche Windelsysteme, da ich nur in allerletzter Konsequenz auf Weckwerfwindeln zurückgreifen möchte. Glücklicherweise besitze ich wegen meiner Beratertätigkeit ein riesen Konvolut an Windeln, Einlagen und Überhosen, durch dass ich mich nun teste.

Wäre es ein Sommerurlaub, würde ich keinen Unterschied zu unserem heimischen Windelsystem machen. Nun sieht die Wetterprognose für Anfang Oktober naturgemäß nicht ganz so gut aus, daher wird das Trocknen von doppellagigen Wollschlupfhosen und auch der Bamboozles sicher etwas länger dauern…

Meine bisherigen Überlegungen: Mullwindeln (die kann man gut durchwaschen und ggfs. In nen Topf auf den Herd stellen, sie trocknen schnell und sind universell zu verwenden), eine Wollschlupfi für die Nacht,2 PUL-Überhosen für tagsüber und einige Einlagen zum Boosten für die Nacht. Waschen müsste ich theoretisch ja nur 1, maximal 2 Mal bei einer Reisedauer von 7 Tagen. Die zweite Hälfte kann alles in den Wickelsack und anschließend in die heimische Waschmaschine. Nur mag ich mich gar nicht gerne mit dem PUL anfreunden… ich werde evtl. noch die Überhosen von Responsible Mother und Wollwickel einpacken, die Trocknen schneller. Für die letzten drei Tage kann ich dann auch die Höschenwindeln für die Nacht einpacken…

Wickeln werde ich auf dem Bett, wozu ich 1 (oder 2) Inkontinenzunterlagen zum unterlegen einpacken werde.

Einen Kinderwagen- den wir überhaupt erst 3 Mal benutzt haben- nehmen wir nicht mit, dafür aber die Limas (wenn’s schnell gehen soll) und das Tragetuch. So brauchen wir auch weniger Klamotten, was den Platz für die Stoffis ausgleicht. Wir besitzen eine 3 in 1 Tragejacke die von Mama und Papa getragen werden kann und ich habe zusätzlich noch eine kuschelige Sweat-Tragejacke.

Für den Strandaufenthalt bei gutem Wetter wollte ich einen Sonnenschirm einpacken, aber nun überlege ich, ob ich nicht lieber eine Strandmuschel mitnehmen sollte… schließlich ist es dort auch mächtig windig und es handelt sich um feine Sandstrände… wenn man also mal sitzen möchte mit Baby…am End sogar zum Stillen…Das wird wohl die bessere Wahl sein.

Extra für das Wäschewaschen im Wohnmobil habe ich mir einen Falteimer, eine Mini-Wäschespinne und einen Wäscheständer zum Einhängen in ein Fenster besorgt. Fotos folgen…

Unser Wohnmobil verfügt neben dem Alkoven und einer 4er Sitzgruppe (umbaubar zum Bett) och über ein 1,40 m Fest-Bett, welches tagsüber zur Spiellandschaft und zum Kuscheln genutzt werden kann. Fließend warmes Wasser und eine Heizung gibt es auch an Bord.

Mehr an Extras für das Baby fällt mir nicht ein. Hoffentlich habe ich nichts vergessen.

Die Anreise dauert normalerweise ca. 4 ½ bis 6 Stunden. Wir haben vor mindestens eine längere Pause zu machen und/oder ggfs. eine Nacht auf der Strecke zu übernachten und dort den Tag zu verbringen.

Ich bin schon sooo gespannt!

Gerne nehme ich Tipps über die Kommentarfunktion entgegen.

Ich halte euch auf dem laufenden!

 Unterwegs mit dem Wohnmobil-            1. Etappe

1. Okt 2018

Die erste Etappe ist geschafft, ca. 300 km. Wir haben einen schönen Stellplatz in Bad Bentheim – Gildehaus gefunden, eingebettet von einer Windmühle, einer Kastanienallee und einem Spielplatz. So hat die Große Lütte auch was von dem Etappenziel.

Wir sind gegen 14.00 Uhr von Zuhause gestartet und gegen 18.00 Uhr in Gildehaus angekommen. Aufgrund des Fahrtverlaufs, haben wir entschieden heute nicht bis zur See durchzufahren. Die Fahrt war unterbrochen von zwei kurzen Pausen.

Unser kleines Mäuschen gestaltet den Alltag Zuhause- grundsätzlich in kurze Wach und Spaßphasen, gefolgt von mehr oder weniger anhaltenten Weinen mit erlösenden Schlafperioden. Sie erwacht ziemlich zuverlässig gegen 7 Uhr und hat ihre letzte und anstrengendste Schreiphase zwischen 18.00 und 19.00 Uhr. Ist diese überwunden geht es in den nächtlichen Dauerschlaf. (Natürlich trinkt sie auch in der Nacht. Sie wacht dabei nicht wirklich auf und weint auch nicht, sondern macht mit unruhigen Suchbewegungen auf sich aufmerksam.) Einen Schnuller oder sonstiges nimmt sie nicht zum Trösten. Ihre längste Autofahrt dauerte bisher gute 50 Minuten. Manchmal schlief sie dabei, manchmal schrie sie anhaltend, manchmal schaute sie gut gelaunt aus dem Kindersitz. Warum sollte also alles im Urlaub anders sein?

Die erste Pause machten wir also nach 45 Minuten. Stillen- Kuscheln-und weiterfahren. Möppeln-Weinen-Schlafen- Gucken- Weinen –Pause. Stillen-Kuscheln-Wickeln-Spielen- Weiterfahren. Gucken- Schlafen- Gucken- Weinen. Wir sind da und etwas über eine Stunde am Stück gefahren. Stillen- Kuscheln- Wickeln- Spielen- Tragetuch. Erstmal eine Runde spazieren und ganz eng bei Mama sein. Die Große konnte Rennen und eine Riesentüte Kastanien sammeln. Der Hund hat auch erstmal los getwittert. Wieder am Womo angekommen, ging dann das all abendliche Konzert von Minimaus los. Eine gute dreiviertel Stunde! Also für Mama hieß das: ohne Abendessen ins Bett.

Die Nacht war gut… bis auf den Wurst Case… Ungewöhnlicher Weise hatte die Kleine um 2.30 Uhr in der Nacht Verdauung. Es war kalt, keine Heizung an und natürlich keinen Heizstrahler wie Zuhause. Da wir in der Nacht auch nicht den Beuler anhatten, gab es nur eiskaltes Wasser und die kalten Feuchttücher aus der Probepackung, die ich für Notfälle mal ins Womo gelegt hatte. Naja, das Baby nahm es gelassen mit lachenden Gesichtsausdruck. Sie schlief gleich wieder ein bis morgens um 8 Uhr.

Ausgeschlafen wurde erstmal mit der großen Schwester gekuschelt. Nach ausgiebigem Spielen, frischer Windel und satt getrunken macht sie nun ihr Vormittagsschläfchen. Mal sehen was der Tag so bringt. Das Wetter hier ist jedenfalls schön und sonnig.

Urlaub im Wohnmobil Fortsetzung

2. Okt 2018

Den Vormittag haben wir gemütlich vor Ort verbracht. Mein Mann besorgte frische Brötchen und während die Minimaus schlief, waren Kind und Mann Fußball spielen. Gegen Mittag packte ich die Lütte ins Tragetuch und wir machten uns alle auf zur Burgbesichtigung.

Anschließend wurde nach dem Stillen die 2. Kackiwindel produziert und die Wollüberhose gleich mit beglückt. Ich habe den Fleck auf der Überhose gleich ausgewaschen und alle Windeln vorerst ausgespült und den Wetbag gepackt. Dann ging es wieder auf die Straße. Eine knappe Stunde konnten wir waren, dann meldete sich beim Baby der kleine Hunger. Also kurze Stillpause und weiter geht’s. Nach einer weiteren knappen Stunde und einem kurzen Nickerchen haben wir noch 15 km vor uns. Erstmal hielten wir aber an, um noch schnell etwas einzukaufen. Um 18.00 Uhr waren wir endlich in Dornumsiel angekommen. ….. wo ist denn heute das Essen geblieben, nach dem Frühstück? Der Plan war eigentlich nach der Burg was zu kochen, aber es war einfach auch günstig los zu fahren und Plan B, bei der nächsten Rast, einfach schnell etwas für auf die Hand zu holen, wurde aus welchen Gründen auch immer ebenso nicht verfolgt.

Mit diesem Säugling läuft alles deutlich anders. J

Also schnell ein paar Nudeln in den Topf werfen und das Baby schlaffertig machen. Wow! Perfektes Timing! Das Mäuschen ist gleich ohne Weinattacke in einen tiefen Schlaf gefallen.

Die Nacht war super windig und kalt und es hat geschüttet wie aus Eimern. Diesmal brannte aber ab 6 Uhr die Heizung. Unsere Kleinste hat bis halb 9 Uhr geschlafen!  

Sie ist gut gelaunt mit morgendlicher Verdauung erwacht.

Die Nachtwindel bestand heute aus einer Prefold um den Unterleib gewickelt mit Bambus Einlage und RM Wollüberhose. Alles dicht! Das zweite Kurz-Nickerchen folgte um 10 Uhr.

Kurz vor elf ging es los Richtung Strand. Wir machten eine Wattwanderung. Leider bei starkem Wind und Regen. Dabei musste ich feststellen, dass meine Tragejacke nicht mehr dicht ist. Wenn also jemand eine Jacke mit recht hoher Wassersäule zum Vorne und Hinten tragen in Gr. XL hat, gerne anbieten!

Nach der Wanderung wärmten wir uns alle auf und besuchten dann noch das Labor und eine interaktive Ausstellung zum Thema Watt im Naturpark-Haus Dornumersiel. Nur zu empfehlen! Dann noch shoppen und ab ins nahe gelegene Neßmersiel. Hier gibt es einen Hundestrand und eine Fähre nach Baltrum. Wir kochten was zu essen und ich erledigte die erste Windelwäsche. Die trocknet nun im Nordseewind. Das war heute ein recht Artgerechtes Programm.

Zu den Windeln: Ich hatte mich entschieden für 16 Mullwindeln, 5 Prefolds, einige Hanf und Bambus- Einlagen und ein paar Nachtwindeln. An Überhosen habe ich 2 Wollhosen von Responsible Mother, eine TotsBots, eine Rumperooz und leider nur eine Greenline Diaper mitgenommen.

Die TotsBots und Rumperooz mag ich jedoch nicht, weil die Mullis darin viel Nasser sind als in Naturmaterialien. Zur Greenline schreibe ich gesondert noch mal. Jetzt wird mein Typ verlangt. Ist ja auch schon nach 19.00 Uhr.

Unterwegs mit dem Wohnmobil - Tag 4

3. Okt 2018

Die Nacht war etwas unruhig. Immer wieder wollte das Mäuschen an die Brust, hat wieder abgelassen und neu gesucht. Somit hatte ich relativ wenig Schlaf. Nach dem Frühstück sind wir nach Norddeich aufgebrochen. Dort haben wir die Seehundstation besucht und uns erfolgreich durch den Irrgarten gekämpft, während die Lütte Seelig im Limas geschlummert hat. Dann gab es einen kleinen Imbiss und wir sind doch wieder nach Dornumersiel zurückgefahren, da die Stellplätze in Norddeich total voll waren. Die erste Windelwäsche ist trocken. Heute oder morgen werde ich noch einmal waschen. Die künftigen Windeln landen dann im großen Wetbag für Zuhause. Heute ist dann noch ein Strandspaziergang geplant und Drachen steigen lassen auf der Drachenwiese, gleich hinter dem Womo. Die kleine schläft gerade noch ne Runde.

Bisher passt alles ganz gut. Die Ausflüge dauern 1-2 Stunden, in den das Baby in der Tragehilfe schläft, somit sind wir immer rechtzeitig zum Stillen, Wickeln und Kuscheln im Wohnmobil. Die aktuellen Planungen für die nächsten Tage umfassen eine Tagesfahrt nach Baltrum, eine Tagesfahrt nach Holland, sowie den Besuch der Demo im Hambacher Forst auf der Rückreise. Mal sehen was sich davon umsetzen lässt.

Ausgiebige Spaziergänge bei Wind und Wetter sowie das tägliche Einkehren in ein Restaurant oder Teestube sind leider nicht möglich. Wenn die Minimaus schreit, dann ohne Erbarmen. Dann kochen wir doch lieber selber. Ich hoffe ich sehe heute mal das Meer…

Irgendwie war das Leben mit den anderen Geschwistern zu deren Säuglingszeit unkomplizierter. Aber ich will mich gar nicht beschweren, habe ich doch so lange auf sie gefreut.

Das Wickeln mit den Stoffis klappt ganz gut. Ich vermisse nur die Wollschlupfhosen.

     Urlaub im Wohnmobil- Tag 5

4. Okt 2018

Die Nacht war recht ruhig und reichte wieder bis 8.30 Uhr.

Heute hatten wir einen gemütlichen Tag in Dornumersiel. Es war zwar den ganzen Tag bedeckt und hat am Morgen geregnet, war danach aber relativ trocken und mild.

So haben wir gegen 11 Uhr noch einmal einen Spaziergang zum und auf dem Watt gemacht. Der Weg dorthin wurde mit lautem Gebrüll begleitet, bis ich die Sitzposition im Limas absenkte und so während dem Laufen stillen konnte.

Nach dem Mittagessen, während die lütte Lütt ein Nickerchen hielt, bin ich mit der großen Lütte zum Duschen und Wäsche waschen in die Sanitären Anlagen des Campingplatzes gegangen. Hier hätte es auch sehr saubere Waschmaschinen und Trockner gegeben, ich habe aber dennoch eine ordentliche Handwäsche bevorzugt.

Nach einer weiteren Kuschel-Wickel.Still-Einheit haben wir uns nun zusammengepackt um weiter nach Holland zu fahren.

Unser nächstes Etappenziel heißt Winschoten, Niederlande und liegt 95 km weit entfernt. Die 1 ½ Stunden mussten in 2x 45 Minuten aufgeteilt werden und endeten wieder mit hysterischen Gebrüll.

Beim wickeln und Kuscheln mit der großen Schwester war die Welt wieder in Ordnung. Dann folgte noch einmal eine Portion Muttermilchstuhl in die frische Nachtwindel, die sofort den Popo rot werden ließ. Jetzt schläft die Kleine, hoffentlich die ganze Nacht.

Urlaub im Womo - Tag 6

6. Okt 2018

Wir starteten den Tag am Yachthafen von Winschoten bei herrlichem Sonnenschein. Nach einem gemütlichen kleinen Frühstück, machten wir uns auf den nahen Fußweg in die Innenstadt. Dort gab es außer einer Windmühle und einer Shoppingmeile nicht wirklich viel zu sehen. Okay der riesige Rosenpark, den wir aber nur passierten. Zum Abschluss besuchten wir einen Supermarkt um uns neben Zutaten für ein Mittagessen, mit ernährungsphysiologischen Schweinereien ein zu decken (Vlan, Karamell, und diverse Schokoaufstriche). Unglaublich, auf wie viel Plastik wir alleine in der Gemüseabteilung des Marktes entdeckt haben….

Nach dem Einkauf setzte ich mich eine ganze Weile mit der Minimaus in die Sonne. Anschließend Kochte ich ein Mittagessen, bevor wir und wieder auf den Weg machten. Unser letztes Etappenziel war Gronau am Dreiländersee.

Nach einer erstaunlicherweise entspannten Fahrt, kamen wir Pünktlich zu Babys Schlafenszeit in Gronau an. Während die Kleine noch ein wenig mit Papa zu Gange war, machte ich mir schnell ein Abendbrot. Dann ab ins Bett. Nachdem die Maus recht schnell eingeschlafen ist, bearbeitete ich noch eine Beratungsanfrage per Mail und schlief dann auch bald recht erschöpft ein.

Wir starteten den Tag am Yachthafen von Winschoten bei herrlichem Sonnenschein. Nach einem gemütlichen kleinen Frühstück, machten wir uns auf den nahen Fußweg in die Innenstadt. Dort gab es außer einer Windmühle und einer Shoppingmeile nicht wirklich viel zu sehen. Okay der riesige Rosenpark, den wir aber nur passierten. Zum Abschluss besuchten wir einen Supermarkt um uns neben Zutaten für ein Mittagessen, mit ernährungsphysiologischen Schweinereien ein zu decken (Vlan, Karamell, und diverse Schokoaufstriche). Unglaublich, auf wie viel Plastik wir alleine in der Gemüseabteilung des Marktes entdeckt haben….

Nach dem Einkauf setzte ich mich eine ganze Weile mit der Minimaus in die Sonne. Anschließend Kochte ich ein Mittagessen, bevor wir und wieder auf den Weg machten. Unser letztes Etappenziel war Gronau am Dreiländersee.

Nach einer erstaunlicherweise entspannten Fahrt, kamen wir Pünktlich zu Babys Schlafenszeit in Gronau an. Während die Kleine noch ein wenig mit Papa zu Gange war, machte ich mir schnell ein Abendbrot. Dann ab ins Bett. Nachdem die Maus recht schnell eingeschlafen ist, bearbeitete ich noch eine Beratungsanfrage per Mail und schlief dann auch bald recht erschöpft ein.

Urlaub mit dem Womo- Tag 7

6. Okt 2018

Hambacher Forst oder Nachhause?

Die Nacht war kurz. Gegen halb vier plumpste der Hund versehentlich samt Körbchen vom Sitz und flüchtete daraufhin in mein Bett. Der kann ja sowas von Stur sein… Mit etwas Mühe schob ich das sture Etwas Richtung Fußende und hatte zum Dank daraufhin eine unruhige Schläferin an meiner Seite. Als dies Kind dann endlich wieder ruhig schlief und auch ich fest eingeschlafen war, wurde ich noch vor Sonnenaufgang von einem widerwärtigen Gestank jäh aus dem Schlaf gerissen. Hatte der Hund gepupst? Warum verflog der Gestank nicht? Hatte das Kind die Windeln voll? Was hatte ich denn bitteschön gegessen, dass das Kind so stinkende Kacka produzierte…? Nein, da wurde wohl Gülle aufs Feld gefahren. Erst nach acht verflog der Gestank allmählich.

Ziemlich müde gestaltete sich dann träge, aber urlaubsgerecht unsere Morgenroutine. Plötzlich war es dann schon nach zehn, als wir endlich reisefertig waren. Somit hatte sich die Frage, ob wir wirklich mit Baby auf die Demo sollten schnell erledigt L. Also dann, ab nach Hause! Mal sehen wann wir dort ankommen.

Gestern Abend hatte ich jedenfalls noch ein wenig im Internet über die Entwicklungsphasen gelesen und bin auf einen Artikel gestoßen, der fast eins zu eins das Verhalten unserer Lütten beschrieb… Na dann besteht ja noch Hoffnung dachte ich. Heute war sie ja auch schon deutlich entspannter und vielleicht ist ihr (deutlich erkennbarer) Entwicklungsschub ja bald vorbei..

Resümee zur Womo-Reise

7. Okt 2018

Wir hatten die meiste Zeit einen Recht entspannten Urlaub mit Baby, solange die zeitliche Planung ihren Rhythmus berücksichtigte. Ja okay; schick Essen gehen und lange Bootsausflüge haben wir gestrichen, auch auf das morgendliche Frühstück in einem niederländischen Café haben wir lieber verzichtet.

Platzmäßig hat unser Wohnmobil ausgereicht und es war praktikabel eingerichtet.

Stoffwindeln Wickeln unterwegs ist gar kein Problem. Man muss sich nur entsprechend organisieren. Durch das 2-Malige Waschen der Stoffis, hatte ich am Ende sogar noch einen Stapel übrig, welcher gar nicht genutzt wurde. Allerdings hatte ich etwas mehr schmutzige Klamotten, da nicht jede Überhose in der Nacht dicht geblieben ist. War aber auch kein Problem. Das bisschen Pipi ist schnell getrocknet und ich hatte genug Wechselkleidung dabei.

Das Baby hat sich schnell im Wohnmobil eingelebt. Die Reize sind ja auch auf so kleinem Raum überschaubar und die 4 Wände, ausgestattet mit heimischen Textilien immer gleichbleibend. Lediglich die Fahrtstrecken waren deutlich kürzer als geplant. Wir dachten so an alle 2 bis 2 ½ Stunden Fahrt und dann längere Pause.

Wer also gut organisieren und improvisieren kann, der ist mit einem Wohnmobil- Urlaub sicher gut beraten. Wir hatten nun keinen festen Plan. Man kann sich aber natürlich auch im Vorfeld entsprechend schlau machen, welche Stellplätze wie ausgestattet sind und so nach seinen Bedürfnissen die Route planen und natürlich auch Alternativen in der Planung vorsehen.

Wer mit (kleinen) Kindern an die Nordsee möchte, denen kann ich den Wohnmobilstellplatz und Campingplatz an der Drachenwiese in Dornumersiel wärmstens empfehlen.

Der Platz liegt direkt am Strand, es gibt zwei Spielplätze und der Ort mit Einkehr-und Einkaufsmöglichkeiten ist gut fußläufig oder mit dem Rad zu erreichen. Im Sommer ist die Benutzung eines Warmwasser-Freibades im Preis inbegriffen. Das Personal ist super freundlich und die sanitären Anlagen sind top! Es gibt sogar ein „Kinderbad“ auf die Bedürfnisse von Kleinkindern zugeschnitten. Mini Dusche zum selber Duschen, etwas erhöhte Dusche mit Wannenbecken um die Minis abzuduschen, eine kleine Toilette mit großzügiger Kabine und eine große Wickelfläche. Ferner gibt es mehrere saubere Waschmaschinen und Trockner plus Handwaschbecken, sowie einen Raum mit mehreren kleinen Küchenzeilen.

Anfang nächsten Jahres wollen wir 5 Wochen mit dem Wohnmobil Richtung Süden. Portugal, Italien oder Griechenland soll es sein. Auch von dieser Reise werde ich dann berichten.

Also viel Spaß in eurem Urlaub! Gerne könnt ihr mir auch eure Reiseerfahrungen mit Baby und Stoffwindeln schreiben!